SLP 2026

Stutenleistungsprüfung des Bezirks 2026

Schon traditionell bietet der Zuchtbezirk am Vortag der Zentralen Stuteneintragung eine Stutenleistungsprüfung – genauer gesagt: eine Nachkommenschaftsprüfung – im Feld an. In diesem Jahr fand sich auf der mit allen Möglichkeiten ausgestatteten Reitanlage Meir in Thierhaupten nur ein kleines Lot ein. Es mag den anhaltend heißen Temperaturen geschuldet sein oder der Tatsache, dass in Bayern bereits Ferien sind. Einem großen Teilnehmerfeld im Wege stand auch das Alternativangebot für Prüfungen im bayerischen Raum.

Verstecken mussten sich die fünf Prüflinge aber wahrlich nicht, die sich den Richtern Rolf Braem-Baumann und Michael Schmidt stellten. Meldestelle und Rechenzentrale hatte auch dieses Jahr wieder Heike Kaiser souverän im Griff.

Mit dem Wallach KONRAD S präsentierte sich ein dreijähriges Pferd – interessant gezogen vom selbst bis Kl. S im Viereck erfolgreichen Janov aus einer bis Kl. L platzierten Mutter aus bester Stutenfamilie (Z/B: Renate Steiner, R: Michaela Binder). Der angehende Schimmel erwies sich als patentes Allround-Reitpferd mit guten Grundgangarten und willigem, aber naturgemäß noch unroutiniertem Springen. Auch Fremdreiterin Annalena Anselstetter fühlte sich wohl in seinem Sattel – Endergebnis: 7,78.

Das Maß der Dinge an diesem wohl dressurbetonten Prüfungstag war zweifelsfrei die bereits 6-jährige, turnierplatzierte Badirah/Württ, die Carmen Rettinger vorstellte. Überlegene Grundgangarten, eine strahlende Fremdreiterin und leistungsbereites „Pflicht“-Springen summierten sich zu einer Gesamtnote von 8,03.

HERA’S GILDA, Tochter der seinerzeitigen Projekt-Nurmi-Siegerin Heraphina und dreijährig mit Prämien- und Staatsprämienanwartschaft eingetragen, heimste das zweitbeste Ergebnis – über dem Durchschnitt der Gruppe – ein. Viktoria Baum stellte die 5-jährige Syriano-Tochter aus der Zucht und dem Besitz ihrer Mutter Margit Gumpinger vor und erzielte die beste Trabnote des Tages (Gesamt-Wertnote: 7,69).

Eine weitere Stute mit Gesamt-Wertnote über der „magischen“ 7,5-Punkte-Grenze war HERZBLUME (Z/B: Roswitha Caspary), die von Christina Jorck-Jorckston vorgestellt wurde. Die 4-jährige Tantalos-Tochter konnte mit soliden Grundgangarten punkten und überraschte die Fremdreiterin im positiven Sinne.

Die beste Springnote mit 8,25 dieses dressurbetonten Lots erzielte die 5-jährige Bayernstute Ceara LS, die von Leonie Bartölke vorgestellt wurde und sicher eher im Busch zu Hause sein wird.

Dass eine Prüfung mit unter zehn Teilnehmern nicht nur kaum einen größeren oder gar aussagekräftigen Überblick verschaffen kann, sondern auch in finanzieller Hinsicht ein schlechtes Geschäft ist, dürfte klar sein. Trotzdem möchte der Zuchtbezirk seinen Mitgliedern die Möglichkeit einer solchen Prüfung bieten – und natürlich hoffen wir alle fürs nächste Jahr wieder auf höhere Teilnehmerzahlen.

am 8. August 2026 auf der Reitanlage Meir, Thierhaupten

Zeiteinteilung • Katalog

Ergebnis 3-JährigeErgebnis 4-Jährige und Ältere